Hanreich, Jürgen

Das späte Urteil

Ein Münchner NS-Prozess oder das Versagen der Nachkriegsjustiz
Ein Blick hinter die Kulissen eines der letzten NSG-Verfahren und eine fundierte Analyse des rechtsstaatlichen Umgangs mit NS-Verbrechen.

ISBN: 978-3-86222-294-0Autor: Ausstattung: Hardcover, 192 Seiten Artikelnummer: SKU-19926 Kategorien: , , Schlüsselworte: , , , ,

19,90

Beschreibung

Ein Münchner NS-Prozess oder das Versagen der Nachkriegsjustiz

von Jürgen Hanreich

Im April 2001, 56 Jahre nach Kriegsende, beginnt im Untersuchungsgefängnis München-Stadelheim der aufsehenerregende Prozess gegen den ehemaligen SS-Mann Anton Malloth, der als Wachmann im Gestapogefängnis „Kleine Festung“ in Theresienstadt Häftlinge zu Tode geprügelt haben soll. Für den Richter Jürgen Hanreich, den langjährigen Vorsitzenden des Schwurgerichts München, wird es sein persönlichster Prozess – der einzige, dessen Unterlagen er sorgsam aufbewahrt.
„Sie waren nicht dabei!“ Diese Worte des Angeklagten treiben Jürgen Hanreich auch Jahre später um. Mit diesem Buch legt er Rechenschaft ab über seinen Umgang mit der deutschen Vergangenheit und geht der Schlussstrich-Mentalität der Deutschen nach dem Krieg sowie dem Versagen der Justiz auf den Grund. Sein Bericht ist ein eindrucksvoller Blick hinter den Richtertisch, eine späte, ernsthafte Suche nach Erkenntnis und Wahrheit.

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