Lechner, Andreas

Heimatgold

von Andreas Lechner

Vorkriegszeit im ländlichen Bayern: Während die Industrialisierung im Inntal Einzug hält, stemmt ein Bauernbub aus Kolbermoor jeden Tag Mehlsäcke im Dachkammerl über der Sägemühle des Großvaters. Josef Straßberger hat ein Ziel – der stärkste Mann der Welt zu werden. Und weder seine Herkunft noch die Einberufung ins „1. Bayerische Fußartillerie-Regiment“ können ihn aufhalten.
Er überlebt den Ersten Weltkrieg. Verwundet, aber nicht gebrochen geht er in die große Stadt zu den Gewichthebern des TSV 1860 München. Bald folgt Titel auf Titel: Deutscher Meister, Weltmeister, Weltrekordhalter – alles führt ihn zu seinem größten Triumph bei den Olympischen Spielen 1928. Die schillernden Zwanzigerjahre bringen den wirtschaftlichen Aufschwung, mit Gastronomie und Pferden häuft er ein Vermögen an. Doch dann entfachen die Nationalsozialisten den Weltenbrand …
Andreas Lechner taucht tief in das Leben seines Großvaters, des Gewichthebers und Olympiasiegers Josef Straßberger, ein und entwirft dabei das grandiose Sittengemälde eines halben Jahrhunderts deutscher Geschichte, von der Jahrhundertwende bis in die frühen Tage des Wirtschaftswunders.

 

PRESSESTIMMEN

Süddeutsche Zeitung:

»Doch wer den „Heimatgold“-Abend mit Andreas Lechner verpasst, der verpasst wirklich etwas. Andreas Lechner hat
erstens eine Wahnsinns-Geschichte über seinen Großvater, den einstmals stärksten Bayern der Welt, geschrieben.
Zweitens ist Andreas Lechner eben nicht nur ein Autor, sondern auch ein Performer, der nicht nur am Pult sitzt und liest,
sondern es versteht, aus einer Lesung ein Erlebnis zu machen. Er ist ein so vielseitiger Künstler, dass man lange suchen
müsste, um einen ähnlichen zu finden.«

Tanja Gronde, BR Bücherschau:

»Spannend, wie ein Krimi ist Heimatgold und dicht erzählt mit einem Sog, einem Poetischen, dass man gar nicht mehr
aufhören will zu lesen.«

Stefan Sessler, Münchner Merkur:

»Lechner ist immer dem Großvater auf den Fersen, der nach seiner Sportlerkarriere als Gastronom und Hotelbesitzer erst reich wird und im Zweiten Weltkrieg alles verliert, während eines Fliegerangriffs sogar die Goldmedaille von 1928. (…) Es ist der Stoff, aus dem gute Romane sind.«

Ulrike Zöller, MUH – Magazin Für bayerische Kultur und Geschichte:

»Grandios ist Lechners kräftige und sensible Sprache, die nie zu volksselig oder gekünstelt wirkt, grandios die
Einbeziehung von Nebensträngen wie beispielweise die Schilderung der Münchner Volkssängerszene, grandios auch die
Gewichtung von Persönlichem und Politik, von Straßbergers Gedanken und Lechners vorsichtiger Interpretation. Ein
Geschichts- und Geschichtenbuch der ganz besonderen Art, gewichtig und wichtig.«

Thomas Muggenthaler, Bayerischer Rundfunk:

»Andreas Lechner erzählt in „Heimatgold“ nicht nur die Geschichte seines Großvaters Er entwirft ein einfühlsames und
packendes Sittengemälde Münchens. Lechner nimmt die Leser mit in das München von Karl Valentin und Weiß Ferdl. Er
schildert den Aufstieg der Nazis, die Bücherverbrennung 1933, die sogenannte Reichskristallnacht am 9. November 1938
oder lässt einen Stalingrad-Überleben zu Wort kommen.«

 

ISBN: 978-3-86222-300-8Autor: Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten Artikelnummer: SKU-20487 Kategorien: , , , Schlüsselworte: , , , ,

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Der Roman „Heimatgold“ ist das beeindruckende Porträt des bayerischen Gewichthebers und Olympiasiegers Sepp Straßberger – und fängt ein halbes Jahrhunderts deutscher Geschichte ein, vom bäuerlichen Land um 1900 über zwei Weltkriege bis in die Zeit des Wiederaufbaus in München.