PI: Kann eine deutsch-jüdische Existenz nach der Shoa gelingen?

Jüdisches Leben, jüdische Kultur und Religion inmitten unserer Gesellschaft, die einem Wiedererstarken des Antisemitismus gegenübersteht. Diesem aktuellen Thema widmet sich der Erstlingsroman mit autobiografischen Zügen von Marian Offman. „Mandelbaum“ erzählt vom jüdischen Leben im einstigen Täterland Deutschland – von der Nachkriegszeit bis heute.

Auf dem Münchner Odeonsplatz marschiert eine Gruppe von Rassisten, Antisemiten und anderen rechten Schreihälsen auf. Umringt werden sie von Polizei und Gegendemonstranten, unter ihnen der jüdische Stadtrat Felix Mandelbaum. Dann ein Zusammenstoß in der Menschenmenge – ein Anschlag? – und der Anführer der Rechten liegt im Koma. Mandelbaum wird festgenommen und inhaftiert. In einer kargen Zelle steht ihm die längste Nacht seines Lebens bevor. Die Situation ist beängstigend, sogar bedrohlich, und Mandelbaum weiß nur einen Ausweg: Er flüchtet sich in Erinnerungen. In jeder Lebensphase gehen Hoffnung, Glück und zerstörerische Erfahrungen von Antisemitismus Hand in Hand, während über allem die Frage schwebt: Kann eine deutsch-jüdische Existenz gelingen?

Marian Offman, 1948 in München geboren, war über 30 Jahre im Vorstand der jüdischen Gemeinde. 2002 zog er erstmalig in den Münchner Stadtrat ein, dem er bis 2020 angehörte. Durch sein Engagement im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus und sein Bemühen um eine Annäherung jüdischen und islamischen Lebens in München, wurde er 2021 zum ersten interreligiösen Beauftragten der Stadt berufen.

 

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