PI: Puyuhuapi war Waldhagen

1935 erreichen vier junge Sudetendeutsche eine unbewohnte Bucht in der nahezu menschenleeren Fjordlandschaft Westpatagoniens. Getrieben von dunklen Vorahnungen für die Zukunft Europas und von den faszinierenden Berichten der Abenteurer angezogen, hatten sie den Entschluss gefasst, dort eine Siedlung zu gründen – sie gaben ihr den Namen Puyuhuapi.
Trotz zahlreicher Widrigkeiten wie endlosen Regenperioden, verheerenden Bränden und ausbleibenden Vorratslieferungen sollte ihr Vorhaben gelingen – nicht zuletzt wegen der tatkräftigen Unterstützung der in der Nähe ansässigen Chiloten. Heute, genau 90 Jahre nach der Gründung des Ortes, leben in Puyuhuapi mehr als 800 Menschen.
Luisa Ludwig, Tochter eines der Pioniere und selbst in Puyuhuapi aufgewachsen, spricht mit seinen ältesten Bewohnern und schreibt ihre Erinnerungen nieder: An das Ringen mit dem Urwald, an das Zusammenleben in abgeschiedener Einsamkeit und an das große Erdbeben von 1960. Es sind Geschichten voll Pioniergeist, Zusammenhalt und Durchhaltevermögen.
Luisa Ludwig stammt aus einer der Pionierfamilien von Puyuhuapi. Sie studierte Sprachen und Psychologie in Deutschland, wo sie von 1968 bis 1985 lebte. Zurück in Chile arbeitete sie unter anderem am Goethe Institut in Santiago. Im Jahr 2000 kehrte sie zusammen mit ihrem Mann nach Puyuhuapi zurück.

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