Der gezähmte Lech

Der gezähmte Lech. Ein Fluss der Extreme
Der gezähmte Lech. Ein Fluss der Extreme

Ab sofort im Volk Verlag und im Buchhandel erhältlich: „Der gezähmte Lech. Ein Fluss der Extreme“.

Das Buch zeichnet auf der Grundlage neuer Forschungsergebnisse die facettenreiche Biografie der Flusslandschaft vom Mittelalter bis heute nach. Heute ist der Lech ein „Cyborg“, ein Mischwesen zwischen lebendigem Organismus und Maschine. Er wird wie ein Kraftwerk „gefahren“, seine Wassermenge bestimmt sich durch den Strompreis auf der Leipziger Strombörse. Die Natur ist von der Technik völlig überformt, der Ingenieur triumphiert; der Fluss verschwindet. Einst war der „Schnellfließende“ der wildeste der bayerischen Gebirgsflüsse. Ab den vierziger Jahren wurde der Lech systematisch reguliert – zunächst für ein gigantisches Rüstungsprojekt, dann zur Energiegewinnung für die Industrialisierung Bayerns. Heute besteht er auf der bayerischen Seite aus einer Kette von 24 Stauseen mit Flussabschnitten: Betonmauern, Kanäle, Deiche und Sohlstufen so weit das Auge reicht. Der einstmals gewaltige Fluss ist still geworden, 31 Kraftwerke entziehen ihm seine Kraft.