Newsletter 2-09: Morgengrüße an Carmen

Liebe Leserin, lieber Leser,

was schenke ich dem/der Liebsten zum Valentinstag? Man quält sich durch die Einkaufsstraßen und nichts will gefallen. Dieses Problem kannte der Münchner Bildhauer, Maler und Grafiker Helmut Ammann (1907-2001) nicht. Bevor sich der Künstler in der Früh auf den Weg in sein Atelier machte, tuschte, malte und dichtete er einen Liebesbeweis für seine Liebste.

Carmen und Helmut Ammann
Carmen und Helmut Ammann beim Picknick, um 1927 (Ausschnitt)

Morgengruß 1962

Morgengruß zum Jahreswechsel 1961/1962

Was wie ein Märchen klingt, war in der Ehe der Ammanns eine fast alltägliche liebevolle Geste: Helmut Ammann legte seiner Frau 26 Jahre poetische, charmante und künstlerische Morgengrüße auf den Frühstückstisch, die ihr den frühen Tag versüßen sollten. Sein unerschöpflicher Einfallsreichtum beim Verfassen der Gedichte und beim Zeichnen der Bilder lassen heute noch staunen.

Diese faszinierend ideenreichen Gesamtkunstwerke sind voller Humor und Zärtlichkeit und sollten Carmen die Zeit des Wartens auf den ständig arbeitenden Künstler erleichtern. Sein letzter Morgengruß vom 11. August 1976, wenige Tage vor ihrem Tod, spendet mit bunten Farben Trost.

Witzige Reime umgeben von phantasievollen Zeichnungen: Carmen ist einmal ein elegantes Einhorn, dann wieder Prinzessin, während er ihr Zauberer ist oder als Absonderlein [alter ego des Autors] „einen Kopf voll Blüten wie ein Blumentopf“ hat. Die „Morgengrüße an Carmen“ zeigen eine Auswahl von über 200 der schönsten dieser etwa 800 Blätter – für einen gelungenen Liebesgruß oder als kunstvollen Augenschmaus beim Schmökern.

Morgengruß 1952
Sein Ideenreichtum war schier unerschöpflich: Helmut Ammanns Morgengruß vom 10. Mai 1952

 

 

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